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Hier
findet ihr einige
Informationen, rund um die Katzen!
Ich
werde versuchen, so oft wie möglich ein neues Thema zu finden und so genau wie möglich, nieder
zu schreiben. Wenn Euch zu dem jeweiligen Thema noch was einfällt oder was von
mir falsch geschildert wurde,
scheut Euch nicht und schreibt mir eine
E-Mail! Oder vielleicht möchtet ihr mir Eure Erfahrung zu den jeweiligen Thema
schicken? Dann hätte man mehrer Meinung!

Ich würde mich sehr freuen.
Lieben Gruß
Sabine

Die vorherigen Themen stehen immer darunter, damit man
sich nicht ganz dubbelig scrollt, braucht ihr hier nur
auf das jeweilige Thema klicken!

Was
Katzen gar nicht gerne mögen!
Ich habe einiges zusammen gefasst, entweder aus dem Internet
oder aus eigener Erfahrung!
Ein schmutziges Katzenklo,
aber selbst ein sauberes, was mit scharfen Reinigern sauber
gemacht wurde, kann ein Grund sein, warum Katzen auf einmal ihr
Klo meiden. Sie suchen sich dann gerne mal ein anderes Eckchen
oder erledigen ihr Geschäft vor dem Klo!
Grundsätzlich alle scharfen, stechende und unangenehme Gerüche,
wie z.B. Essig, Reiniger, Zwiebeln, einige Kräuter, Klorix und
ähnliches.
Anstarren!
Wusstet ihr, dass es Katzen gar nicht leiden können, wenn man
sie anstarrt, direkt in die Augen? Ich nicht, musste dafür erst
ins Internet! Dafür ist man wieder ein weniger schlauer!
J
Einzelgänger
Auch wenn man unseren Samtpfoten immer nach sagt sie seien
Einzelgänger, trifft es nur auf wenige Katzen zu. Denn auch ein
Einzel gehaltener Freigänger sucht seinesgleichen. Katzen mögen
nämlich eigentlich gar keine Einsamkeit und Langeweile mögen sie
auch nicht!
Zwang u.ä.
Katzen mögen absolut keine Zwänge oder zu etwas gezwungen
werden. Gewalt gegen sich, fest halten oder eingeengt werden,
sind ihnen zuwider! Ihr kennt das Sprichwort: “Der Hund hat sein
Herrchen, die Katze ihr Personal“?! Passt, oder???
Auch Katzen haben ihren Stolz.
Unsere Samtpfoten, sind wie alle „Raubkatzen“ stolze Tiere. Sie
sind pure Eleganz und Geschmeidigkeit in allen Bewegungen. Sie
mögen es gar nicht, wenn man sie von oben herab behandelt und
noch viel weniger mögen sie Befehle entgegen nehmen. Wenn sie
was „auf Befehl“ machen, nur weil SIE es wollen!!! Nicht weil
der Mensch es sagt!
Wasser und Waschen.
Welche Katze musste noch nicht die „Hosen“ gewaschen bekommen?
Und genau das hassen sie, wie der Vampir den Knoblauch!
Gewaschen oder gebadete werden, ist für unsere Samtpfoten ganz
grässlich. Sie mögen es auch gar nicht , wenn sie nass gespritzt
werden.
O.k., es gibt Ausnahmen, unsere Filou geht auch in einer ¼
vollen Wanne Spazieren! J
Falsche Ernährung.
Katzen sind Raubtiere, kleine Raubtiere, aber sie sind
Raubtiere! Sie jagen ihre Beute, denn sie wollen Fleisch! Unsere
Samtpfoten sind also alles andere als Vegetarier. Sie wollen
Abwechslung, aber bestimmt nicht nur Gemüse!
Krach und Lärm.
Unsere Samtpfoten können um das viel fache besser hören als der
Mensch. Geschrei, saugen, bohren, laute Musik, lauter Fernseher,
etc., tun ihnen in den Ohren weh oder sind ihnen unangenehm. Es
macht ihnen zum Teil auch Angst!
Auch Katzen sind eigen.
Denn auch sie mögen ihr Futter ganz gewiss nicht neben dem
Katzenklo. Auch wollen sie nicht neben ihrem Klo schlafen. Wie
würden ja auch nicht auf Klo essen oder schlafen wollen.

Warum für
Katzen spielen so wichtig ist!
Es gibt doch nichts schöneres als seiner Katze oder
seinen Katzen beim spielen zu zusehen. Mit welcher
Hingabe und Konzentration sie sich ihrem Spielzeug
hingeben. Die Katzen gehen dabei ihrer ganze Palette
Fähigkeiten durch! Von anschleichen, fangen, blitz
schnell reagieren, das Spielzeug (Maus o.ä.) in die Luft
schmeißen, taxieren, lauern, etc., also alles was sie
für die Jagd brauchen. Und mal ehrlich, welche Katze
sieht dabei nicht glücklich aus? Unsere Kuschelmonster
sind alle begeistert! Spielen gehört zu der Natur der
Katzen und ist genau so wichtig wie Futter und Schlafen.
Die Freigänger können ihren Jagd- und Spieltrieb selber
draußen befriedigen. Die Wohnungskatze ist auf ihre
"Dosis" angewiesen, wir müssen für Ersatz sorgen, so das
unsere Samtpfoten auf die Pirsch gehen und "Beutefang"
machen können. Auch die Wohnungskatze braucht das Lob,
dass sie die Beute gefangen und ihren Menschen gebracht
hat. Das ist ganz wichtig! Während des Spielens bauen
die Katzen aufgestaute Erregungen ab und Stress baut
sich gar nicht erst auf. Gleichzeitig trainieren sie
ihren Körper und ihre Geschicklichkeit. Dieses wiederum
fördert die Gesundheit, gibt unseren Katzen
Selbstvertrauen und sorgt für eine seelische
Ausgeglichenheit und steigert die Lebenslust unserer
Samtpfoten.
Für unseren Katzen ganz wichtig, denn wenn sie nicht die
Gelegenheit haben, sich mehrere Stunden auszutoben und
abzureagieren, sind sie unterfordert. Vor allen sind
Wohnungskatzen, die Einzeln gehalten werden und wo die
Dosis oft unterwegs sind, davon betroffen!
Den Samtpfoten wird es dann langweilig und sie können
vereinsamen. Je intelligenter eine Katze ist, um so mehr
leidet sie unter das nichts tun. Sie fangen dann
an sich an die Möbel zu vergreifen, schmeißen Sachen
runter oder um. Katzen verbeißen Sachen, wo sie normal
nie bei gehen würden, sie nagen an Blumen und Pflanzen.
Sie fangen an sich körperlich zu verändern. Fressen sich
dick und stumpfen immer mehr ab. Wenn es ganz schlimm
kommt, werden sie sogar depressiv . Solche Katzen können
schwere Verhaltensstörungen an den Tag legen.
Eine Wohnungskatze braucht 3 bis 4 mal soviel spielen
wie ein Freigänger!
Alternativ um langweile vorzubeugen kann man sich auch
gleich zwei Katzen anschaffen, die sich dann miteinander
beschäftigten können. Auch ein Katzen freundlicher Hund
ist eine Alternative.

Kastration
von Katzen - Je früher, desto
besser?! (lang!)
Zur Klärung, da die Begriffe
„Kastration“ und „Sterilisation“ oft
missverständlich gebraucht werden:
Die Kastration ist die operative
Entfernung der Keimdrüsen. Beim
Kater werden also die Hoden
entfernt, bei der Katze die
Eierstöcke und oft auch ein Teil der
Gebärmutter (wenn medizinisch
notwendig, auch die gesamte
Gebärmutter) aus dem Bauchraum
herausoperiert.
Damit sind die Tiere nicht nur
unfruchtbar (das allein würde schon
mit einer Sterilisation, also der
Durchtrennung der Samenstränge
beziehungsweise Eileiter erreicht),
sondern kastrierte Tiere haben auch
keinen Fortpflanzungstrieb mehr. Das
ansonsten durch die
Geschlechtshormone gesteuerte
typische Verhalten fällt weg: keine
Paarung, kein Katerbiss in den
Nacken der Katze, keine Prügeleien
der Kater um Katzen.
Das Gerücht, eine Katze könne erst
kastriert werden, nachdem sie einmal
geworfen habe, hält sich leider
hartnäckig. Diese Behauptung
entbehrt jedoch jeglicher Grundlage.
Um konsequent Nachwuchs zu
verhindern, sollten die Tiere
bereits vor Beginn der
Geschlechtsreife kastriert werden.

Katzen sind sehr fruchtbar. Rein
rechnerisch können aus einem
einzigen Katzenpaar und seinen
Nachkommen in zehn Jahren 80
Millionen Katzen werden! Aber wohin
mit dem Nachwuchs? Auf diese Frage
gibt es keine zufrieden stellende
Antwort.
Katzen werden früher
geschlechtsreif, als man denkt.
Weibliche Katzen werden
normalerweise mit etwa fünf oder
sechs Monaten geschlechtsreif. Aber,
so erklärt die Tierärztin Dr. Ulrike
Morys, es kann auch schon mit drei
oder vier Monaten so weit sein: „Bei
Winter- oder Spätherbstgeborenen
Katzen haben wir das Phänomen, dass
die schon mit drei oder vier Monaten
geschlechtsreif sein können. Das
hängt mit der zunehmenden
Tageslichtlänge zusammen. Die hat
einen extremen Einfluss auf den
Sexualzyklus, das kennen wir ja
auch: Im Frühling gehen die Hormone
immer so ein bisschen durch, und das
ist bei Katzen auch so.“
Generell gilt: Kater werden etwas
später geschlechtsreif als die
weiblichen Katzen. Viele Menschen,
die sich vielleicht nicht so gut
auskennen, rechnen allerdings
überhaupt nicht damit, dass „die
Kleinen“ schon sehr bald selbst
Eltern werden können. Hartnäckig
hält sich die falsche Vorstellung,
Katzen könnten erst später Nachwuchs
bekommen, so zum Beispiel, wenn sie
ausgewachsen seien (das heißt mit 12
bis 14 Monaten) oder mit einem
Dreivierteljahr.
Aber das alles trifft eben nicht zu,
und die Idee, bis zur ersten
Rolligkeit „abzuwarten“, ist keine
gute Idee. Denn oft werden die
ersten Anzeichen der Rolligkeit
nicht erkannt, und das endet bei
vielen Freigängerkatzen damit, dass
sie unversehens trächtig nach Hause
kommen.

Mit drei, vier Monaten (Kater etwas
später) wären die Tiere zwar schon
fähig, Nachwuchs zu zeugen, aber sie
sind noch längst nicht ausgewachsen.
Deshalb sind auch die
Geschlechtsorgane noch recht klein.
Und dieser Umstand macht die
Frühkastration im Vergleich zu der
beim erwachsenen Tier vielleicht
etwas filigraner, schwieriger. Auch
besteht offenbar teilweise
Unsicherheit, was die Dosierung des
Narkosemittels angeht.
Für Tierärzte mit
Operationserfahrung ist das aber
kein Problem. Im Gegenteil, meint
die Tierärztin Dr. Ulrike Morys. Sie
findet die Operation weit
unkomplizierter als die eines
ausgewachsenen Tieres: „Die
Frühkastration bietet folgende
Vorteile: Wir brauchen geringe
Narkosemengen, die Tiere vertragen
es sehr gut. Wir haben einen sehr
kleinen Schnitt. Wir haben es noch
nicht mit viel Fettgewebe zu tun,
denn die Tiere sind noch nicht
verfettet. Dadurch ist die
Blutungsmenge sehr viel geringer. Es
treten nur sehr selten
Komplikationen auf, und die Tiere
sind sehr schnell nach dem Eingriff
wieder wach, dass sie im
Geschwister- oder Familienverband
wieder freigelassen werden können.“
Eines ist sicher: Früh kastrierte
Katzen und Kater werden etwas
größer, aber der Unterschied ist
kaum sichtbar, es sind nur wenige
Millimeter. Der Grund liegt im
Fehlen der normalerweise wirkenden
Geschlechtshormone, so erklärt Prof.
Dr. Ingo Nolte: „Katzen, die
frühzeitig kastriert werden -
sprich: vor der ersten Rolligkeit -
werden größer. Das heißt, mit der
Geschlechtsreife wird das Wachstum
durch Hormone beeinflusst, indem es
dann eben beendet wird. Wenn die
Rolligkeit nicht eintritt, dann
schreitet das Wachstum auch länger
fort.“
Bislang keine Bestätigung sieht
Prof. Dr. Ingo Nolte aber auch für
die Befürchtung, die Harnröhre beim
Kater würde nicht richtig auswachsen
und dann später eventuell
„verstopfen“. Eine Gefahr für den
Katerpenis besteht allerdings
theoretisch: Zwischen dem vierten
und fünften Monat löst sich die
Vorhaut ab, und wenn die Kastration
genau während dieser Ablösung
stattfindet, können sich kleine
„Taschen“ bilden, in denen sich
später dann Schmutz ansammelt. Das
kann zu Entzündungen führen, tritt
aber selten auf und lässt sich
leicht vermeiden: Der Tierarzt muss
eben den richtigen Zeitpunkt wählen.

Wenn es nicht darum
geht, eine überraschend
frühe Trächtigkeit zu
verhindern, wenn man
also zum Beispiel mit
zwei Katzendamen in
einer Wohnung lebt und
die beiden nicht nach
draußen kommen - kann
man sich mit der
Entscheidung für eine
Kastration mehr Zeit
lassen. Dennoch ist die
Kastration auch von
Wohnungskatern
grundsätzlich sinnvoll,
denn der einsetzende
Geschlechtstrieb ist der
Hauptgrund dafür, das
die männlichen Tiere ihr
Revier systematisch mit
Urin markieren.
Daher rät die Biologin
Dr. Willa Bohnet: „Kater
würde ich auf jeden Fall
kastrieren, weil man
dann nämlich die
Geruchsbelästigung nicht
hat. Bei einer Katze
kann man das von dem
Individuum abhängig
machen.“
Die Kastration wird
notwendig, wenn eine
frustrierte
Wohnungskatze immer
wieder rollig wird.
Diese Dauerrolligkeit
ist eine hormonelle
„Vergiftung“. Die Katze
ist unübersehbar leidend
und unüberhörbar
klagend. Das muss nicht
passieren, aber es kann
durchaus so sein. Die
Katze dann nicht
kastrieren zu lassen,
wäre Tierquälerei.
Fast jeder empfindet ein
etwas befremdliches
Gefühl bei der
Vorstellung, dass so
junge, noch längst nicht
ausgewachsene Tiere
kastriert werden sollen.
Schließlich nimmt der
Mensch einem Tier damit
eine ganz wichtige
Antriebskraft. Besonders
der so frühe Eingriff,
aber auch die Kastration
generell werden oft als
„unnatürlich“
dargestellt.
Das sind sie
zweifelsfrei auch, aber
vielleicht doch weitaus
„tiergerechter“ und
verantwortlicher, als es
im ersten Moment
scheinen mag – wenn man
sich einmal überlegt,
welchen Lebensraum wir
Menschen den Tieren
zugewiesen haben. Wir
haben nun einmal ehemals
wild lebende Tiere über
viele Generationen zu
„Haustieren“ gemacht,
also bewusst zu
möglichst angenehmen,
unkomplizierten
Gesellschaftern des
Menschen.
Inwieweit die
Haltungsbedingungen, die
wir bieten, den nach wie
vor genetisch
festgelegten
Bedürfnissen der
Haustiere entsprechen,
wird aber viel zu wenig
hinterfragt. Oft ist es
fehlendes Wissen, oft
eine (als
selbstverständlich
angenommene)
Geringschätzung der
Tiere und ihrer
Bedürfnisse. Wie stark
die Sexualität der Motor
des Tier- und auch des
Haustierlebens ist, wird
unterschätzt.
Aber: Wenn sie nicht
ausgelebt werden kann
(mangels Partnern und
weil Nachwuchs
unerwünscht ist), ist
das nicht etwa
„natürlich“, sondern
Tierquälerei, und daher
argumentieren viele
Tierschützer auch ganz
konsequent wie die
Tierärztin Dr. med. vet
Ulrike Morys für die
Frühkastration: „Warum
soll ich einem Tier
Sexualität quasi
zumuten, wenn ich von
vornherein weiß, dass es
die Sexualität nie
ausleben darf? Dann kann
ich es ihr auch vorher
nehmen, weil die Katze
gar nicht wissen wird,
was sie vermisst.“
Die Frage ob eine Kastration dick
macht ist mit Tendenziell ja zu
beantworten!! Alle kastrierten
Katzen und Kater drohen dick zu
werden. Das liegt nicht etwa am
fehlenden Jagdtrieb, denn der bleibt
– ob frühere oder spätere Kastration
– voll erhalten.
Es liegt daran, dass der
Geschlechtstrieb fehlt, der Katze
und vor allem Kater normalerweise
auf Trab hält. Fällt der weg, haben
die Tiere eine starke Antriebsquelle
weniger – sie werden ruhiger und
bequemer. Sie verbrauchen also
weniger Energie. Das heißt für die
Katzenbesitzer: Auf das Gewicht der
Tiere achten, regelmäßig wiegen und
gegebenenfalls das Futter
rationieren.
Normalerweise würde der mit der
Geschlechtsreife einsetzende
Sexualtrieb nicht nur den Körper,
sondern die gesamte Persönlichkeit
und das Verhalten beeinflussen: eine
Veränderung vom verspielten Tierkind
zum paarungswilligen
Fast-Erwachsenen, beim Kater
übrigens weit auffälliger als bei
der Katze.

Durch die Frühkastration wird diese
Veränderung verhindert, erklärt die
Diplom-Biologin Dr. Willa Bohnet vom
Institut für Tierschutz und
Verhalten der Tierärztlichen
Hochschule Hannover: „Wenn eine
Katze oder ein Kater vor der
Pubertät kastriert wird, wird man
als Besitzer überhaupt keine
Verhaltensänderung merken. Das
heißt, die Tiere bleiben so
verschmust, wie sie es vorher waren;
sie bleiben so verspielt. Sie werden
sich nicht weiter als bisher vom
Haus entfernen, sie werden weiterhin
guten Kontakt zu Artgenossen haben,
sofern sie das vorher auch hatten,
gelernt haben.“
Die Frühkastration macht Katzen und
Kater also ein Leben lang zu
verträglicheren, „angenehmeren“
Haustieren. Das gilt vor allem für
Kater. Bei weiblichen Katzen ist der
Verhaltensunterschied – abgesehen
von den (ohne Kastration
eintretenden) abgegrenzten Phasen
der Rolligkeit, Trächtigkeit und
Welpenaufzucht – weniger stark. Aber
unkastrierte Kater sind immer
paarungsbereit, und deshalb fällt
der Verhaltensunterschied zwischen
kastrierten und unkastrierten Katern
auch immer stark auf. Wer dieser
konsequenten Überlegung folgt, kann
nur zu einem Schluss kommen:
Problematisch ist eigentlich weniger
der konkrete Schritt der
Frühkastration als vielmehr das
gesamte Konzept der Haltung von
Haustieren unter wenig natürlichen
Bedingungen.
Fazit:
Zur Verhinderung weiterer
unerwünschter Vermehrung, der
„Überpopulation“, plädieren
Tierschützer konsequent für die
Frühkastration verwilderter Katzen.
Das gilt auch für Freigängerkatzen
(es sei denn, jemand ist in der
glücklichen Lage, in einer sehr
katzenarmen Gegend zu wohnen, und
hat schon sichere Interessenten für
jeden zu erwartenden Welpen). Bei
reiner (geschlechtlich getrennter)
Wohnungshaltung kann man eher im
Einzelfall entscheiden; das gilt vor
allem bei den weiblichen Katzen.
Autorin: Barbara Willms
Quelle: WDR, "Tiere suchen ein
Zuhause" (25.05.2003)

Essbare Zimmerpflanzen für Katzen
Katzen brauchen Grünzeug zum knabbern, es dient zur
Säuberung des Magens, weil es unter anderem hilft, die
beim Putzen verschluckten Haare wieder zu erbrechen. Es
gibt verschiedene dekorative Lösungen. Katzentaugliche
Pflanzen bekommt man in jeden Baumarkt sowie in jeden
Blumenladen zu kaufen.
Es gibt:
-
Katzengras ->

-
Grünlilie ->
-
Zimmerbambus ->

-
Zyperngras
-
Katzenminze ->
-
Zitronenmelisse
-
Baldrian ->

-
Thymian
Möchte jemand keine Pflanzen zum knabbern hinstellen, weil
man es nicht toll findet, dass die Katze sich dadurch
erbricht, bietet sich Maltepaste an. Die gibt es inzwischen
auch in
verschiedene Variationen und von verschiedenen Firmen.

Stress
Es gibt positiven Stress und negativen Stress. Jede
Katze verarbeitet den Stress unterschiedlich, es kommt
auf die Konstitution und Veranlagung der Katze an.
Gefestigte stabile Naturen kommen mit Stress natürlich
besser zurecht, als labile und zartbeseidete Katzen.
Allerdings stößt auch die „stressfestestete“
Katze, bei nicht
endenden Steigerungen von Konflikten, irgendwann mal an
ihre Grenzen.
Ständige Angst und ständiger Frust, ständiger
Überforderung nicht entgehen zu können, verursacht
massiven Negativstress auf die Katze.
Kleine Babykatzen, die schon sehr früh dieser Stressform
ausgesetzt waren, können einen lebenslange Schädigung
davontragen. Solche Katzen kommen mit immer neu
auftretenden Stresssituationen nicht mehr zurecht.
Welche Stressform eine Katze unter Dauerbelastung
entwickeln wird, kann man nicht bestimmt sagen.
Unsere Fellnasen reagieren individuell auf veränderte
Lebensumstände. Kurzeitiger Stress, ausgelöst durch etwa
die erfolgreiche Vertreibung eines Rivalen aus dem
Katzenrevier, kann man durchaus als positiv sehen. Der
Körper wird durch die zeitbegrenzten
„Spitzenaktivitäten“ stets fit und reaktionsfähig
gemacht und gehalten, notwendige Energie ist sofort
verfügbar.
Katzen die unter anhaltenden Stress stehen und dieses
nicht erkannt und behoben wird, führt zu körperlichen
und psychischen Erkrankungen, die unheilbar werden
können. In den schlimmsten Fällen sogar zum Tod führen
können. Der Leidensdruck, dem die Tiere bei
Negativstress ausgesetzt sind, lässt sich als qualvoll
bezeichnen.
Wenn die Katze sich durch dauerhafte
Verteidigungsbereitschaft gegenüber einen dominanten
Artgenossen, gezwungen sieht ständig zu handeln, kann
die Katze unter anhaltenden aktiven Stress stehen.
Verschärft wird die Situation, wenn das bedrängte Tier
keine Ausweichmöglichkeiten mehr hat. Körperliche
Schäden durch die permanente Adrenalin- /
Noradrenalinausschüttung können sich bei der
unglücklichen Katze vor allem im Bereich Herz, Kreislauf
und Nieren zeigen.

Warum schnurrt die Katze?
Schnurrt die Katze, fühlt sie sich wohl. Das glauben
zumindest die meisten Menschen. Beobachtungen zeigen jedoch, dass Katzen auch
unter Schmerzen schnurren, wenn sie krank sind oder sogar dann, wenn sie im
Sterben liegen. In solchen Fällen kann das Schnurren wohl kaum ein Ausdruck von
Zufriedenheit sein. Wie erklärt es sich also?
«Das erste Mal schnurren Katzen, wenn sie an der Brust der Mutter trinken»,
sagt Michaela Schneider, Fachtierärztin für Verhaltenspsychologie an der
Universität München. Deswegen geht sie davon aus, dass Schnurren durchaus mit
einem Gefühl der Zufriedenheit zusammenhängt. Doch Zufriedenheit ist offenbar
nicht die einzige Voraussetzung.
Schnurren drückt eine freundliche, sozial aufgeschlossene Stimmungslage aus,
schreibt der britische Zoologe Desmond Morris in seinem Buch «Catwatching - die
Körpersprache der Katzen». So erklärt sich für ihn, dass manche verletzte
Katze auch beim Tierarzt schnurrt - weil sie verstanden hat, dass sie auf sein
Wohlwollen angewiesen ist.

Eine anderer Grund für das Schnurren könnte sein, dass die Katze sich damit
selbst beruhigen will. «Es ist möglicherweise das Signal, mit dem sich das
Tier wieder in die kindliche Zeit zurückversetzt», vermutet Schneider. Für
die Katze könnte das Schnurren etwas Meditatives haben, das ihr hilft, eine
Stresssituation zu überstehen.
Genau erforscht ist das allerdings nicht. Ebenso unklar
ist, wie Katzen das Schnurren eigentlich erzeugen. «Es
entsteht irgendwo im Kehlkopfbereich», sagt Schneider.
Hauskatzen können mühelos auch mit geschlossenem Maul
über mehrere Stunden wie ein kleiner Motor vor sich hin
schnurren. In dieser Hinsicht sind sie ihren großen
Verwandten wie Tigern und Löwen überlegen. Denen fällt
das Brüllen leichter als das Schnurren.

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