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Lady L' ajou av Stjernen Trolls

geboren am 27. Juli '05
gestorben am 10. September '05

Farbe: cream - silver - tabby - classic - white

 

Wenn ihr mich suchet, suchet mich in euren Herzen.
Habe ich dort eine Bleibe, bin ich immer bei Euch

 

Meine Geschichte

Ca. 7 Wochen war ich alt, als wir zu unser neuen Familie kamen. Ich hatte große Angst, wo war meine Mama? Mir war kalt und ich hatte so 'n Hunger. Meine Freundin Icey war bei mir und gab mir ein bisschen Zuversicht! So weit sie konnte....


Als ich das Futter in der Küche roch, konnte ich auf einmal ganz schnell laufen. So viel Futter, schnell essen, bevor es mir jemand weg isst. Ich stell mich lieber mit meinen Pfötchen in die Schüssel, dann kommt keiner an mir vorbei! Wie mein Hunger langsam nachließ, sah ich meine neuen Dosis an, sie haben geweint! Wegen uns, auf einmal war ich wieder ganz schwach. Ich habe mich einfach an Ort und Stelle hingelegt, um zu schlafen. Meine Dosis haben mich dann genommen und in eine kuschelige Höhle mit einer Wärmflasche gelegt. Mir war nicht mehr kalt, ich habe nicht mehr gezittert!

Am nächsten Tag kam eine liebe Frau zu uns, eine Heilpraktikerin, sie hat uns ganz genau Untersucht und zwischendurch fassungslos den Kopf geschüttelt! Sie sagte zu mir, daß ich nach Pipi rieche und ich sehr verschmutzt wäre. Sie drückte überall, und da es mir weh tat, habe ich laut gemauzt. Die HP erklärte dann, daß die Nieren nicht in Ordnung sind, das würde auch meine dunkle Pipi erklären,  sagte mein Frauchen.

 

Dann hat mir die Frau ins Ohr geguckt, das war mir sehr unangenehm, da habe ich sie gekratzt. Ich hörte, wie die Frau sagte, ich wäre sehr krank, dann bin ich wieder in meine kuschelige Höhle gebracht worden, wo ich dann auch gleich wieder eingeschlafen bin. Die Frau war zwar sehr vorsichtig mit mir, war aber trotzdem sehr anstrengend, die Untersuchung. Die Tage darauf wurde ich viel geputzt und betütert von den anderen Katzen, sie wurden ein Mama Ersatz.                                                                             

Mein Frauchen hat mir einmal am Tag den Popo gewaschen, sie sagte mir, so ein hübsches Mädchen wie ich darf doch nicht so riechen. Meine Ohren und Nase wurde jeden Tag ein bisschen mehr gesäubert, der Tierarzt übernahm den Teil in meinem Ohr, wo sonst keiner hin kam. Ich mochte den TA nicht, er hat mich immer gepiekst, gedrückt und mir was in die Ohren ( und Augen) geschmiert.
Das ging dann zu hause auch weiter, ich hatte Angst, wenn mich meine Dosis auf den Arm nahmen, denn dann kam immer eine Salbe oder ich musste eine Tablette nehmen. Wenn ich gekonnt hätte, wäre ich ganz schnell weggelaufen, so wie die anderen, aber ich war zu schwach und habe es über mich ergehen lassen. Aber ich habe dann nicht mehr geschnurrt, es ging mir eh' nicht gut und dann haben sie mich auch noch so geärgert .  

                                               

Naja, ich muss zugeben, dass ich zwischen durch vergessen habe, das ich nicht schnurren wollte, aber wenn mein Frauchen mich dann in den Arm nahm und mit mir kuschelte und schmuste, war es sehr angenehm, und dann war da noch so ein Gefühl, was mir das Misstrauen langsam nahm. Meine Dosis sagten mir ganz oft, das sie mich sehr lieb haben und dass wir das alles schon wieder hinbekommen. Mein Frauchen hat mir sogar ein neues Kleidchen versprochen und neue Hosen. Ihr müsst wissen, ich habe mein ganzes Fell verloren und sah gar nicht mehr wie eine kleine Katze aus. Aber sie flüstert viel mit mir und jedes mal, wenn sie mir sagte, wie lieb sie mich hatte, habe ich es mehr und mehr gespürt. 
Es ging langsam bergauf, ich nahm endlich an Gewicht zu, zwar nie so viel wie die anderen, aber ich bemühte mich sehr. Ich habe gelernt, dass ich nicht alles Futter in mich rein schlingen musste, sondern mir Zeit lassen konnte. Es war immer genug da, für uns alle! Stellt Euch vor, meine Dosis haben sich über jede 20 gr. gefreut, die ich zunahm, ja sie haben sogar getanzt vor Freude. Verrückt was??? 
Ich habe sehr viel gewonnen, Freunde und Familie und ich habe sehr viel Liebe hier erfahren. Ein schönes Gefühl. Ich dankte es meiner Familie damit, dass ich anfing zu spielen und zu toben, mein Kleidchen wuchs zwar nur langsam, aber ich war schon ganz stolz. 
Endlich kam der Tag, wo ich keine Antibiotika mehr nehmen musste, wegen meinen Augen. Auch die andere Medizin musste ich nicht mehr nehmen. Ich brauchte mich nur noch erholen, groß und stark werden. Jetzt wurde ich nur noch zum Schmusen und Kuscheln auf den Arm genommen, endlich bin ich zu Hause!

 

Dieses Glück sollte mir zwei Tage vergönnt bleiben, denn ich spürte, dass was mit mir nicht stimmte. Am Abend hatte ich keinen Hunger mehr, aber ganz doll Durchfall. Auch zum Trinken hatte ich keine Lust mehr, ich zog mich einfach in meine Höhle zurück. Am nächsten morgen hat mich mein Frauchen gesucht und gerufen. Ich wollte ja gleich zu ihr laufen, zu dieser  Stimme, die mir so viel Mut gegeben hat. Ich versuchte mich aufzuraffen und bin ganz langsam aus meinem Versteck in der Stube in die Küche gelaufen. Wie sie mich gesehen hat, guckte sie erschrocken und fragte mich, was mit mir los war. Ich wollte ja was sagen, ich konnte nur ganz traurig gucken, ich kann einfach nicht mehr! Aber ich glaube, sie hat mich auch so verstanden.

In der Zeit, wo sie sich angezogen hat, wurde es mir noch schlechter, ich wusste gar nicht, wie mir geschah. Ich habe alles ausgespuckt, giftig gelb/grünes Zeug. Wie mein Frauchen das sah, standen ihr wieder die Tränen in den Augen, sie wickelte mich vorsichtig in eine Decke. Wir fuhren wieder zum TA, im Wartezimmer sah sie mir direkt in die Augen und sagte mir wieder, wie lieb sie mich hat. Dass es ihr sehr weh tut, aber wenn ich die Kraft nicht mehr habe um zu leben, darf ich gehen. Gehen? Wohin? Sie meinte, es wird mir bald besser gehen und ich soll sie nicht vergessen. Ich weiß nicht so recht, was sie mir damit sagen wollte, aber die Wärme und die Liebe, die ich in diesen Moment spürte, behielt ich in meinem Herzen. Dann wurde ich ganz müde, das soeben Erfahrene und Gefühlte nahm ich mit, ... mit über die Regenbogenbrücke.

                                                         

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