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Wir haben zwei
wundervolle Samtpfoten verloren, die noch viel zu klein waren, um von uns zu
gehen. Wir haben gekämpft und nach jedem Strohhalm gegriffen, um dann doch zu verlieren!
In den nachfolgenden Seiten habe ich versucht, das Erlebte mit den zwei verstorbenen
Mäusen irgendwie zu verarbeiten. Ich weiß, der Tod gehört
zum Leben, aber dieser Tod war überflüssig!
Darüber zu schreiben und alles noch mal Revue passieren
lassen müssen, hat
mir geholfen. Wobei bis heute
längst noch nicht alle Wunden
verheilt sind!
Die zwei haben uns sehr viel bedeutet, auch wenn Lady
nicht lange unter uns weilen durfte, hat sie ein Lücke
hinterlassen! Wir hängen mit Leib und Seele an unseren
Katzen, für uns war es ein herber Schlag!
Die beiden Geschichten sind eine Erfahrung, auf die
wir gerne
verzichtet hätten.
Ich habe versucht, das Gefühlte und Erlebte
niederzuschreiben, wie
ich sie
zu diesem Zeitpunkt empfunden habe.
Ich möchte das Lady und Lara und auch die anderen Babys,
bei meiner Tante
unvergessen bleiben.
Für jedes der verstorbenen
Samtpfoten,
gibt es
ein Stern am
Sternenhimmel!!!
gez. Sabine Schöpker

"Gekämpft habt ihr nicht alleine,
gelitten haben wir gemeinsam, verloren haben wir alle.
Ihr wart so tapfer, mutig und stark,
doch für euch war es die Erlösung an diesem Tag,
In unseren Herzen bleibt ihr geliebt und unvergessen."

J. Warren
Die Regenbogenbrücke
Eine
kleine Katze kam an der Regenbogen-Brücke an und ein Rudel von Katzen kam
sofort zu ihr hingelaufen, um sie zu begrüßen.
Sie war darauf gefasst, dass sie nun angegriffen würde, aber das war die erste
Meute, die ihr nur freundlich entgegen kam. Anstatt sie anzugreifen, küssten
sie sie einfach. Es war wunderschön da und jeder war ganz lieb zu ihr. Keiner
von ihnen wurde in einer "Welpen-Fabrik" geboren, so wie sie damals,
mit mehreren Rassen, um dann in der Gosse zu sterben, weil sie eine hässliche
Mischung war. Sie erklärten, dass sie auf ihre Menschen warten würden, die sie
so geliebt hatten.
"Was
ist Liebe?", fragte die kleine Katze und Gott ließ sie auf die Erde zurückkehren
um das herauszufinden.
Warm und dunkel war es und sie wartete zusammengekauert mit den anderen darauf,
geboren zu werden.
Ängstlich wartete sie bis zuletzt, als sie dann an den Hinterfüssen
herausgezogen wurde. Unbehaarte Hände hielten sie vorsichtig und trockneten sie
ab. Sie zeigten ihr, wo es einen Schluck mit warmer Milch gab. Sie hatte nicht
die Kraft dazu, sich lange an der Zitze festzuhalten.
Ihre Brüder und Schwestern waren weitaus kräftiger als sie selbst und stießen
sie immer wieder zur Seite. Die Menschenhand drückte die anderen Welpen ein
wenig zur Seite und hielt ihren Körper, so konnte sie trinken.
Aaaahhh ...... so ist es besser, dachte sie und trank, bis sie erschöpft war
und zusammengekuschelt bei ihrer Mutter eingeschlafen ist.
Ich
erinnere mich genau daran - sagte sie erfreut. Zu dumm, dass ich erwachsen
werden musste und hinaus in die Kälte und Nässe, um dort zu kämpfen und als
Verliererkatze zu sterben. Ich erinnere mich, was es heißt, ein ungeliebte
Katze zu sein, dachte sie traurig.

Diese
Nacht kroch sie auf ihre Mutter zu und versuchte zu trinken, aber sie fiel immer
wieder zur Seite weg. Wenn die anderen voll getrunken waren, dann wurde ihnen der
Bauch geleckt und sie konnte nur noch die Restmilch trinken, die die anderen übrig
gelassen hatten. Aber die Menschenhand war nicht da, die ihr geholfen hatte, dass
sie auch noch was abbekommen hatte, die Zitzen waren immer schon leer, als sie
an der Reihe war. Es war sogar schon schwer genug, aufzustehen. Sie war noch so
klein und so schmächtig.
Sie fiel auf den Rücken und konnte sich nicht mehr aufrichten. So begann sie zu
schreien. Sofort kam der Mensch herbeigeeilt und sofort war die Menschenhand
wieder da und dann gab sie ihr einen Gumminippel in den Mund. Es hat nicht so
gut geschmeckt, wie die Milch der Mutter, aber es war warm und vertrieb die
Schmerzen in ihrem kleinen Magen. Sie hatte Probleme mit dem Atmen, weil ihre
Lungen nicht voll entwickelt waren. Sie hatte einfach zu lange gebraucht um den
anderen in die Gebärmutter zu folgen, als sie die letzte Chance von der
Regenbogenbrücke wahrgenommen hatte.
Sie konnte den Herzschlag des Menschen spüren, der sie, zugedeckt mit einem
warmen, weichen Tuch, auf den Bauch genommen hatte.
Das hielt ihren knochigen Körper schön warm und die wiederkehrenden sanften
Streicheleinheiten haben sie sehr beruhigt. Sie dachte wieder an ihren neuen
Freund, der so lieb an der Regenbogenbrücke zu ihr war und Gott fragte, ob sie
wohl nochmals zurück dürfte. Gott sagte: Ja, aber nicht jetzt. Du wolltest
erleben, was Liebe ist. So gab ihr der Mensch für einige Stunden ( es kam ihr
vor wie Tage aber sie wusste ja nicht was Zeit ist und es war ja auch dunkel),
seine Milcheinheiten und gab ihr die Wärme und Liebe seiner Mutter wieder.

Sie wurde größer und agiler und der Mensch nahm sie immer öfters aus dem
Nest, um bei ihm zu schlafen und sie fühlte sich zufrieden und glücklich so
lange sie liebkost und geküsst wurde und sie den Herzschlag hören konnte, der
fest und lieb klang. Und jetzt konnte sie auch die tiefe Liebe eines Menschen zu
einer Katze, wie ihr, spüren.
Dann kam Gott und fragte sie: Bist du bereit zu uns auf die Regenbogenbrücke
zurück zu kommen? Ja antwortete sie, mit einer kleinen Wehmut, weil der Mensch
sie nicht gehen lassen wollte und zu weinen begann. Sie ließ die Luft aus ihren
kleinen Lungen und ging zurück über die Regenbogenbrücke. Dort schaute sie
auf den Menschen, der immer noch weinte und seinen Körper in Händen hielt, den
sie sich für diesen Ausflug geborgt hatte.
Danke Gott, sagte sie. Liebe ist Wunderbar und nun werde ich auch an der
Regenbogenbrücke auf meinen Menschen warten, um ihm beim eintreffen zu sagen, dass
ich ihn auch sehr liebe.

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